„Du elende Hexe bist mit dem Teufel im Bunde. Auf dich wartet das Fegefeuer, du Hure.“ Anna fiel auf die lehmige Straße, ihr Kleid zerriss. Johann überkam ein Gefühl, als würde sein Herz in tausend winzige Teile zerspringen. Er legte die Stirn auf die schmutzige Erde und betete. „Herr im Himmel, bitte hilf uns.“

Mittsommernacht 2017: Kunststudentin Sabrina fällt an den sagenumwobenen Externsteinen in Trance und begegnet einer jungen Frau aus einer anderen Zeit. Kurze Zeit später passiert ihr im nahegelegenen Lemgo das Gleiche. Die Stadt, die vor über 300 Jahren eine Hochburg der Hexenverfolgung war, übt eine merkwürdige Faszination auf sie aus. Gemeinsam mit ihrem Freund Scott beginnt sie zu recherchieren und taucht in das Leben des Liebespaares Anna und Johann ein. Sie erfährt, dass Anna 1666 als Hexe angeklagt wurde. Aber was hat das alles mit ihr zu tun?

Über das Buch:
„Das Lied der Hexe“ ist ein abenteuerlich-romantischer Ausflug in vergangene Zeiten. Die Geschichte um das Liebespaar Scott und Sabrina ist die Fortsetzung des Island-Romans „Drei Wünsche im Wind“ und des Australien-Romans „Das Geheimnis der Traumzeit“. Alle Bücher lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen und sind eine perfekte Urlaubslektüre. Reisetipps zu den realen Schauplätzen werden im Anhang mitgeliefert.

DasLied der Hexe

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Lesermeinung:

„Das Lied der Hexe“ als Bettlektüre? – Nicht in den Schlaf sinkt man sondern in diese spannende und lebendige Geschichte. Aufwachen ist erst mit dem umschlagen der letzten Seite möglich in der Hoffnung, dass der nächste Susan de Winter Roman bald kommt.

 

Leseprobe: Das Lied der Hexe

Sie erinnerte sich noch genau: Es war der 7. Mai 2017, ein Sonntag, und gleichzeitig ihr 35. Geburtstag. Und es war Scotts Geschenk, mit dem diese ganze irre Geschichte begonnen hatte. Ohne seine Idee hätte sie Anna niemals kennengelernt. Soweit man davon sprechen kann, jemanden kennenzulernen, der vor 350 Jahren gelebt hat …

Sabrina stand am Fenster ihres New Yorker Appartements und sah hinunter auf den immerwährenden Verkehr Manhattans. Von Ferne hörte sie das nervtötende Kreischen eines Ambulanzwagens. So ganz hatte sie sich immer noch nicht an das Leben in der größten Stadt der USA gewöhnt. Mit ihrem Lärm, den vielen Menschen, Autos und Lichtern.

Doch wer wusste schon, ob sie für immer hierblieben? Die Hauptsache war, dass sie mit Scott zusammen war. Egal wo. Diese Erkenntnis hatte ihr die Reise, von der sie beide gerade erst zurückgekehrt waren, geschenkt. Und es war nicht die einzige Erkenntnis gewesen.

Sabrina zeichnete mit dem Finger einen Smiley auf die Fensterscheibe und lächelte. Wenn sie die Augen schloss, konnte sie noch alles genau vor sich sehen, als sei es gestern gewesen: Die wogenden Weizenfelder vor den Toren Lemgos, die mächtigen Externsteine und die Folterkammer, in die sie der Scharfrichter geführt hatte.

Nein, nicht ich war dort, es war Anna, korrigierte Sabrina sich. Doch so ganz sicher war sie sich da immer noch nicht.