Als ich das Taschenbuch „Vielleicht morgen“ von Guillaume Musso in die Hände bekam, legte ich es erstmal beiseite. Weder der Titel noch das Cover sprach mich an, und selbst der Klappentext verhieß nicht mehr als eine seichte Lovestory. Was für ein Irrtum!

Zwar beginnt das Buch (480 Seiten) wenig spektakulär mit dem Auftakt einer Liebesgeschichte, doch ehe man sich versieht, entwickelt sich der Plot in einen Thriller mit ungeahnten Wendungen und Zeitreise-Elementen. Zudem beherrscht Musso einen Stil, den ich sehr mag. Man kann sich gut in die Protagonisten hinein versetzen, die Handlung wird stets vorangetrieben, und es wird nie langweilig. Im Gegenteil: ich hatte das Buch in zwei Tagen durch, weil ich nicht aufhören konnte zu lesen.

Die Handlung

Worum es geht? – Der Philosophie-Dozent Matthew lebt in Boston und kümmert sich um seine kleine Tochter, seit seine Frau vor einem Jahr bei einem Autounfall ums Leben kam. Durch Zufall kauft er einen gebrauchten Laptop, auf dem er Fotos von dessen Vorbesitzerin Emma entdeckt. Er schreibt ihr eine E-Mail, die beiden kommen schreibend in Kontakt und wollen sich in New York treffen. Nach diesem Abend ist nichts mehr wie zuvor. Die Leser begleiten Matthew und Emma auf einer Achterbahnfahrt zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Mein Fazit: Weder der Titel noch das Cover haben irgendetwas mit dem Inhalt des Romans zu tun. Er ist super-spannend bis zum Schluss.

Zeitreisen-Roman

Der Autor:

Guillaume Musso wurde 1974 in Antibes geboren und interessierte sich schon im Alter von zehn Jahren für Literatur. Mit 19 ging er in die USA, jobbte u.a. als Eisverkäufer in New York und New Jersey. Mit vielen Romanideen kehrte er zurück nach Frankreich, studierte Wirtschaftswissenschaften und wurde Lehrer. Erst ein schwerer Autounfall brachte ihn zurück zu seiner Leidenschaft, dem Schreiben. Im Buch „Ein Engel im Winter“ verarbeitete er eine Nahtoderfahrung und wurde damit quasi über Nacht zum Bestsellerautor. All seine Romane erweisen sich als Mischung aus Thriller und Liebesgeschichte. Weltweit wurden mehr als 22 Millionen Bücher von ihm verkauft.

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