„Die Mondschwester“ heißt das neueste Buch von Lucinda Riley, die damit ihre Reihe der „Sieben Schwestern“ fortsetzt. Diesmal geht es um Schwester Nr. 5: Tiggy d’Aplièse, die ebenso wie ihre anderen Schwestern, als Baby von einem reichen Mann adoptiert wurde und ihre Kindheit und Jugend wohlbehütet in der Schweiz verbrachte. Nach dem mysteriösen Tod ihres Adoptiv-Vaters macht sich die junge Frau auf die Suche nach ihrer wahren Herkunft.

Schon als Kind hatte sich Tiggy mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Als junge Zoologin erhält sie nun das Angebot, Wildkatzen auf einem abgelegenen Anwesen in den schottischen Highlands zu betreuen. Charlie, ihr Chef und der Besitzer des Gutes, geht Tiggy nicht mehr aus dem Kopf. Doch Charlie ist verheiratet und die ganze Situation scheint ausweglos. Alsbald trifft Tiggy auf den skurrilen Chilly, einem alten Zigeuner aus Andalusien, der die Zukunft vorhersagen kann. Er weiß um ihre Herkunft Bescheid und erklärt ihr, dass sie schon bald nach Granada reisen werde.

Im Schatten der Alhambra trifft Tiggy auf Mitglieder ihrer Familie. Und sie erfährt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Lucia, eine der berühmtesten Flamenco-Tänzerinnen ihrer Zeit. Im Süden Spaniens versteht sie endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde.

Die Mondschwester und die Welt des Flamencos

Wie auch in den Vorgänger-Romanen gelingt es Lucinda Riley auch diesmal wieder, ihre Leser unaufhaltsam in die Geschichte zu ziehen. Egal, ob es sich um Tiggy in unserer Zeit oder um die temperamentvolle Lucia handelt – man kann nicht aufhören zu lesen, bis man weiß, welches Schicksal das Leben für die beiden Frauen bereithält.  Für die Figur der Lucia hat sich Lucinda Riley eine der leidenschaftlichsten und besten Flamenco-Tänzerinnen ihrer Zeit als Vorbild genommen: Carmen Amaya, eine spanische Zigeunerin, die als Kind bettelarm war und durch ihre Karriere reich und berühmt wurde.

„Die Mondschwester“ ist also nicht nur sehr unterhaltsam, sondern zugleich auch lehrreich. So ganz nebenbei erfährt man höchst interessante Dinge über das Leben der Zigeuner in Spanien, über die Welt des Flamencos, aber auch über die Natur in den schottischen Highlands. Wer gerne spannende Familiengeschichten liest, dürfte begeistert sein von „Der Mondschwester“.

 

Die Mondschwester

Die Mondschwester von Lucinda Riley

 

Die Mondschwester: Goldmann Verlag. Hardcover mit Schutzumschlag, 672 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 10 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-442-31446-1

Preis: 19,99 Euro.

Die Autorin:

Lucinda Riley (* 1968) stammt aus Irland und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie reist gerne und lässt ihre Romane an Orten auf der ganzen Welt spielen, die sie selbst besucht hat. Nach ihrer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz aufs Schreiben – mit sensationellem Erfolg. Seit ihrem gefeierten Roman „Das Orchideenhaus“ stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.

Hier geht es zur Buchbesprechung von Die Perlenschwester.