Das Geheimnis der Traumzeit: Spannung, Abenteuer und große Gefühle in den mystischen Wäldern Australiens ….

Kunststudentin Sabrina steht am Flughafen in Melbourne und wartet vergebens auf ihren Freund Scott. Der Fotograf aus New York war für einen Auftrag in die Wildnis der australischen Grampians gereist und verschwindet spurlos. Sabrina macht sich auf die Suche und lernt den höchst charmanten Lodge-Besitzer Trevor kennen, der ihr zur Seite steht. Während Scott um sein Leben kämpft, sucht Sabrina verzweifelt nach ihm. Zusammen mit dem Aborigine Joe dringt sie tief in die mystischen Wälder der Grampians ein. Doch kann sie dem verschlossenen Fährtenleser Joe trauen?

 

Über das Buch:

Abenteuer, Magie und große Emotionen sind die Zutaten zum zweiten Australien-Roman von Susan de Winter. Ihr Debüt „Der Stein der Schildkröte“ hielt sich monatelang auf Platz 1 verschiedener Amazon-Bestenlisten. „Das Geheimnis der Traumzeit“ um das Liebespaar Scott und Sabrina ist die Fortsetzung des Island-Romans „Drei Wünsche im Wind“. Beide Bücher lassen sich völlig unabhängig voneinander lesen. Die realen Schauplätze des Romans werden im Anhang näher beschrieben.

Das Geheimnis der Traumzeit

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Geheimnis der Traumzeit:

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Leseprobe:

 

 

Leseprobe: Das Geheimnis der Traumzeit

 

  1. Kapitel

New York City

 

Die Schlange glitt lautlos über den Erdboden. Auf ihrer Haut glänzte ein leuchtendes Muster und ihre Augen blickten starr auf Sabrina. Ein Zischeln ertönte, eine spitze Zunge zuckte aus ihrem Maul. Sabrina hatte keine Ahnung von Schlangen, aber dass dieses über einen Meter lange Exemplar nicht zu den Harmlosen seiner Art zählte, war ihr vom ersten Moment an klar gewesen. Ihr Herz raste, Schweißtropfen sammelten sich auf ihrer Stirn. Sie lag auf dem Boden, und die Schlange bewegte sich unaufhaltsam immer näher auf sie zu. Warum zum Teufel konnte sie sich nicht rühren? Es fehlten nur wenige Zentimeter und das Biest würde ihren Kopf erreichen. Sie wollte nicht sterben. Sabrina stieß einen gellenden Schrei aus und konnte sich endlich aus der unsichtbaren Umklammerung lösen. Sie fuhr hoch und öffnete die Augen.

„Darling! Ist ja gut. Schon wieder so ein fieser Albtraum?“ Scott war aufgewacht und zog sie an sich. Sabrina spürte, wie sich ihr Herzschlag langsam beruhigte. Der Traum war so real gewesen, als hätte sie das Ganze wirklich erlebt. Noch immer meinte sie, das leise Zischeln der Schlange zu hören. Das war schon der dritte Traum dieser Art in einer Woche gewesen. Erschöpft schloss sie die Augen und schmiegte sich an Scotts warme, breite Brust. Er streichelte ihren Rücken und blickte besorgt zu ihr hinab.

„Was ist nur los mit dir, mein Schatz? Du hattest doch früher nicht solche Träume. Ist es wegen Australien?“

Sabrina wusste es selbst nicht. Sie kam sich ein bisschen albern vor. „Keine Ahnung. Eigentlich freue ich mich doch darauf. Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist.“

Sie sah ihn an und verlor sich einmal mehr in seinen bernsteinfarbenen Augen. Seitdem er sie im Sommer auf Island zum ersten Mal auf seine ganz besondere Art angesehen hatte, war es um sie geschehen. Sie war noch einige Zeit auf der Insel geblieben, dann hatte sie ihre Zelte dort abgebrochen. Nicht eine Sekunde lang hatte sie es bereut, Scott nach New York City gefolgt zu sein. Seit drei Monaten lebte sie jetzt mit ihm in seinem Appartement in Manhattan und hatte begonnen, Kunst zu studieren. Die letzten Wochen waren die glücklichsten ihres Lebens gewesen.

Scott nahm eine Strähne ihrer Haare und wickelte sie sich gedankenverloren um den Finger.

„Jetzt muss ich eine Woche lang ohne dich einschlafen. Wie soll ich das nur aushalten?“

Sabrina kuschelte sich näher an ihn heran und rieb ihren nackten Körper an seinen. Sie spürte seine durchtrainierten Muskeln und atmete tief durch. „Vielleicht sollten wir etwas unternehmen, an das du dich in Down Under erinnern kannst?“

Etwas blitzte in Scotts Augen auf und er grinste. „Eine ausgezeichnete Idee, Picasso.“

So nannte er sie, wenn er sie ein wenig ärgern wollte. Doch das würde ihm heute nicht gelingen. Sabrina kniff ihm spielerisch in die Seite. Scott packte ihre Handgelenke, als wären sie aus Gummi, und drückte sie in die Kissen. Bevor sie protestieren konnte, verschloss er ihren Mund mit einem langen Kuss. Sabrina seufzte wohlig. So konnte der Tag beginnen. Sie genoss das Liebesspiel, und der Alptraum verblasste.

Ein paar Stunden später begleitete sie Scott zum Flughafen und bedauerte einmal mehr, dass sie nicht einfach schon heute mit ihm nach Melbourne fliegen konnte. Aber ausgerechnet in der nächsten Woche musste sie zwei wichtige Prüfungen an ihrer Kunsthochschule schreiben. Scott hatte versucht, sie zu trösten. Er musste beruflich nach Australien. Als Fotograf für National Geographic sollte er eine Fotostory über die Grampians machen, ein Naturschutzgebiet in der Nähe von Melbourne.

„Du weiß doch, wie es ist, wenn ich arbeite. Dann habe ich für alles andere ein Brett vor dem Kopf.“ Er grinste sie schief an. „Wahrscheinlich ist es so am besten. Du schreibst deine Arbeiten, die du natürlich mit Bravour bestehst, und ich mache meinen Job mit der Kamera. Danach haben wir dann alle Zeit der Welt, um Australien gemeinsam zu genießen. Kängurus, Koalas, die Great Ocean Road, Picknicks am Strand, heiße Liebesnächte am Lagerfeuer…“

„Was? Liebesnächte am Lagerfeuer? Ich dachte, wir schlafen in Hotels???“

Scott zwinkerte ihr zu. „Wieso Hotels? Du bist schließlich eine arme Studentin. Und in Australien ist jetzt Sommer. Da können wir prima am Strand schlafen.“

Sabrina versuchte, entrüstet zu klingen. „Scott McNara. Wenn du so weitermachst, muss ich mir einen anderen suchen. Auf keinen Fall schlafe ich am Strand. Vergiss die Liebesnächte!“

Scott zog sie an sich und küsste sie. „Picasso, du kannst mir doch sowieso nicht widerstehen.“

Wo er Recht hat, hat er Recht, dachte Sabrina und genoss das Gefühl der Geborgenheit in seiner Nähe. Aus dem Augenwinkel sah sie, dass Scotts Boarding gleich beginnen würde.

„Du musst gehen“, sagte sie mit belegter Stimme. Scott sah ebenfalls zur Anzeigetafel.

„Oje, ich muss mich beeilen. Ich rufe dich an, wenn ich in Australien bin.“

Noch einmal küsste er sie, flüsterte ihr ins Ohr „Ich liebe dich.“ Dann schnappte er sich sein Handgepäck und lief in Richtung seines Gates.

Sabrina blieb so lange stehen und blickte ihm nach, bis seine Gestalt in der Menschenmenge verschwunden war. Nur eine Woche, dann würde sie nachkommen. Alles war gut. Warum war ihr dann plötzlich so übel? Eine unerklärliche Angst schnürte ihr das Herz zu. Die Albträume der vergangenen Tage kamen ihr wieder in den Sinn. Darin war stets sie es gewesen, die in Gefahr schwebte. Doch nun inmitten der vielen, fremden Menschen auf dem JFK Flughafen hatte sie auf einmal das Gefühl, dass es in Wirklichkeit um Scott ging. Es war, als habe ein böses Omen über ihm geschwebt, als er zu seinem Fluggate ging. Sabrina straffte die Schultern und schüttelte über sich selbst den Kopf. „So ein Quatsch“, sagte sie leise. „Jetzt mach dich bloß nicht verrückt, nur weil du ihn ein paar Tage lang nicht siehst. Alles ist in bester Ordnung.“